Di 4. Nov 2025
Jahresseminar 2025: "Altersdiskriminierung erkennen, benennen und bekämpfen. Perspektiven für Teilhabe und Gleichwertigkeit im Alter"
Rückblick auf das Jahresseminar 2025
Altersdiskriminierung erkennen, benennen, verändern
Das Jahresseminar 2025 des Landesseniorenrats Thüringen widmete sich einem Thema, das viele betrifft und doch oft unbeachtet bleibt: Altersdiskriminierung.
Wo begegnet sie uns im Alltag? Wo machen wir selbst – bewusst oder unbewusst – Unterschiede? Und was bedeutet das für Teilhabe, Selbstbestimmung und ein gutes Leben im Alter?
In Bad Blankenburg kamen über drei Tage hinweg Seniorenbeiräte, Fachleute und Interessierte zusammen, um diesen Fragen nachzugehen, Wissen zu vertiefen und sich auszutauschen.
Zum Auftakt nahm sich Sozialministerin Katharina Schenk Zeit für ein Gespräch mit Dr. Jan Steinhaußen, Geschäftsführer des Landesseniorenrats Thüringen. Gemeinsam diskutierten sie, wie Altersdiskriminierung in Thüringen sichtbar wird und welche politischen Weichen notwendig sind, um Gleichwertigkeit zu sichern.

Ein besonderes Highlight des Vormittags war der Auftritt von Björn Werner, Chorleiter, der die Teilnehmenden zu einem Publikumschor vereinte. So wurde auf eindrucksvolle Weise spürbar, wie aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer, harmonischer Klang entstehen kann – ganz im Sinne des Seminarthemas.

Im Anschluss sprach Prof. Dr. Andreas Kruse, eine der renommiertesten Persönlichkeiten der Gerontologie, über Würde und Teilhabe im Alter. Sein inspirierender Vortrag hob den universellen Würdeanspruch jedes Menschen hervor und regte zum Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung an.

Am Nachmittag stellten Elke Schilling (Silbernetz) und Stephan Panhans (Paritätischer Gesamtverband) den 9. Altersbericht und den Paritätischen Armutsbericht vor – zwei wichtige Beiträge, die die soziale Dimension von Teilhabe und Altersdiskriminierung sichtbar machten.

Den Abschluss des ersten Tages bildete eine besondere Abendveranstaltung: Sylvia Sänger, Bernhard Klenk und Gabriele Stoschek lasen aus ihrem Buch „Nix zu lachen. Humor ist gesund – besonders für Kranke.“ Die Lesung wurde durch Flöteneinspielungen musikalisch untermalt und sorgte für einen heiteren, berührenden Ausklang des Tages.

Der zweite Seminartag stand am Vormittag unter dem Thema Altersdiskriminierung in der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung. Hier gaben Prof. Dr. Klaus Hager und Prof. Dr. Gabriele Wilz wertvolle Einblicke in Strukturen, Haltungen und Handlungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops ihren Interessensgebieten widmen, vertiefende Impulse erhalten und sich praktisch austauschen.
Der Abend wurde dann mit einem Auftritt von Clown Karin und ihren beeindruckenden Singeinlagen auf heitere Weise beschlossen.

Der dritte Tag schließlich stand ganz im Zeichen des Austauschs zwischen den Seniorenbeiräten – mit Raum für Reflexion, Vernetzung und gemeinsame Perspektiven.
Das Jahresseminar 2025 war eine lebendige, lehrreiche und inspirierende Veranstaltung, die deutlich gemacht hat: Altersdiskriminierung betrifft uns alle – und nur gemeinsam können wir Wege finden, ihr zu begegnen und Gleichwertigkeit in allen Lebensphasen zu fördern.
Die wunderbaren Bilder hat Bernd Lindig gemacht - vielen Dank dafür!
Hier finden Sie noch ein paar Eindrücke:

Ort: Weimar