Hochaltrige

Demografie

Durch das konstant niedrige Geburtenniveau, die sich ständig erhöhende Lebenserwartung sowie Wanderungsbewegungen wird der Sockel der Alterspyramide stetig schmaler und im Gegenzug der Kopf der Pyramide breiter. Die Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren nahezu verdoppelt. Ursachen hierfür sind bessere Hygienebedingungen, der Fortschritt in der Medizin sowie die Reduzierung der Sterblichkeitsrate von Neugeborenen. Folgen hiervon sind die Konzentration der Sterblichkeit auf das hohe Alter. Der Anstieg der Hochaltrigen an der Gesamtbevölkerung wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Währen im Jahr 1993 ca. 95.000 Hochaltrige in Thüringen lebten, so werden es im Jahr 2030 bereits 195.000 sein.

Studien

Studien wie die Generali Altersstudie oder die Gernerali Studie über Hochaltrige zeigen, dass Hochaltrige durchaus über körperliche, kognitive und psychische Ressourcen verfügen, die Ihnen eine gute Lebensqualität vermitteln. Viele Hochaltrige leben selbständig und können auf Unterstützung im familiären Umfeld zurückgreifen. Dennoch nehmen Beeinträchtigungen und Hilfebedarfe zu.

Handlungsschwerpunkte

Hochaltrige benötigen partizipative, offene Lebensräume, die eigene sinnerfüllte Aktivitäten zulassen. Es werden soziale und soziokulturelle Angebote benötigt, die auf diese Altersgruppe zielen. Auch wichtig ist eine Interessenvertretung von und für Ältere sowie niedrigschwellige soziale Dienstleistungen, die ohne zu segregieren in Anspruch genommen werden können.

Weitere Schwerpunkte sind medizinische und pflegerische Leistungen, eine wohnortnahe Versorgung sowie der Ausbau von präventiven und rehabilitativen Strukturen.